DFG-Anlaufmanagement

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Marc Rößler

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Allgemeines

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Der Begriff Anlauf bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Abschluss der Produktentwicklung und dem Erreichen der angestrebten Kapazitätsauslastung. Ein vormals in der Entwicklung befindliches neues oder geändertes Produkt wird dabei in die Serienproduktion überführt.

 

Aufgrund der Dynamik des Anlaufs sind viele Entscheidungen in kurzer Zeit zu treffen. Dabei darf die Qualität dieser Entscheidungen nicht vernachlässigt werden. Erschwert wird die Handlungsfähigkeit durch den hohen Grad an Interdisziplinarität, verursacht durch Entscheidungsträger aus verschiedenen Disziplinen, wie Produktion, Logistik oder Planung. Deren Handlungen wiederum können sich gegenseitig beeinflussen, was zu Interdependenz zwischen diesen Handlungen führt.

All dies, die Dynamik, die Interdisziplinarität und die Interdependenz, führt zu einer hohen Komplexität. Die Komplexität selber führt zu Instabilität. Die angestrebten Eigenschaften des Anlaufs liegen außerhalb tolerierbarer Grenzen. Es kommt zu Effizienz- und Effektivitätsverlusten, was den Anlauf zum Scheitern bringen kann.

  Grafik Anlaufmanagement

Anlaufmanagement am Lehrstuhl für Controlling

Der Lehrstuhl für Controlling nimmt Teil am Graduiertenkolleg Anlaufmanagement, welches durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Ziel der nunmehr zweiten Forschungsperiode ist das Vorantreiben der Forschungsergebnisse der ersten Periode mit besonderem Fokus auf die Instabilität.

Um die Instabilität beherrschen oder reduzieren zu können, ist die Komplexität als zugrundeliegende Ursache anzugehen. Das Graduiertenkolleg will das mit einem Anlauf beauftragte Management über die dezentrale Verbesserung der Einzelentscheidungen her befähigen, den Erfolg des Anlaufs zu ermöglichen.

Der Lehrstuhl für Controlling konzentriert sich insbesondere auf die Erforschung von Lernprozessen im Rahmen des Anlaufs. Insbesondere stellt sich die hier die Frage, wie Lernprozesse und –umgebungen auszugestalten sind, um die Zeit-, Kosten- und Qualitätsziele des Anlaufs zu unterstützen. Es sollen Handlungsempfehlungen für die Organisation und Strukturierung solcher Lernprozesse abgeleitet werden. Eine Verifikation der Hypothesen findet mittels Laborexperimenten statt.