Forschungskolleg "Verbund.NRW"

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Philipp Dräger

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Um die Vielzahl an unterschiedlichen und z. T. komplexen Anforderungen (z. B. Multifunktionalität, Design, Gewicht, Kosten), die an einen Werkstoff oder an technische Konzepte gestellt werden, zu erfüllen, sind Verbundstoffe oder Verbundkonstruktionen das Mittel der Wahl. In nahezu allen Lebensbereichen, wie Wohnen, Mobilität, Energieversorgung, Sport und Freizeit, werden diese Produkte eingesetzt bzw. weitere Produktentwicklungen vorangetrieben. So wird sich beispielsweise die Nutzung von carbonfaserverstärkten Materialien (CFK) bis 2020 gegenüber 2014 (auf 89.000 Mg Carbon-Fasern) nahezu verdoppeln, der Einsatz glasfaserverstärkter Kunststoffe (GFK) liegt in Europa bereits auf einem hohen Niveau.

Der Baubereich (sowohl Gebäude als auch Infrastruktur) spielt hier eine herausragende Rolle. Neben seiner Bedeutung im Hinblick auf gesellschaftliche und soziale Aspekte (z. B. bezahlbarer, ausreichender, flexibel zu gestaltender Wohnraum) besitzt er eine große Ressourcenrelevanz (z. B. 60 % des Ressourcen- und 35 % des Energieverbrauchs sowie über 50 % der Abfallmengen pro Jahr in Deutschland).
Im Baubereich sind in den vergangenen Jahren große Märkte für Verbundwerkstoffe und -konstruktionen entstanden (z. B. Textilbetone, WDVS, carbon- und glasfaserverstärkte Bauteile, intelligente Wandsysteme), weitere Wachstumsmärkte sind prognostiziert.

Das Forschungskolleg VERBUND.NRW verknüpft die Aspekte Verbund und Bauwerk und adressiert für Verbundwerkstoffe und -konstruktionen im Baubereich entlang der gesamten Wertschöpfungskette die gesellschaftliche Herausforderung „Klimaschutz, Steigerung der Ressourceneffizienz und Rohstoffrückgewinnung“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts.

  Infografik zum Fortschrittskolleg "Verbund.NRW"  

Forschungsschwerpunkte am Lehrstuhl für Controlling

Der Lehrstuhl für Controlling untersucht innerhalb des Forschungskollegs neue Wertschöpfungsarchitekturen, die sich durch innovative Verbundwerkstoffe ergeben. Dabei wird das Konzept der relativen Nachhaltigkeit verwendet, mit dem relevante Substitutionshandlungen mit einbezogen werden. Die Geschäftsmodellfähigkeit der innovativen Verbundwerkstoffe wird durch Ansätze der Lebenszyklusrechnung erfasst unter Berücksichtigung von Wertschöpfungsverlusten und realisierbaren Lerneffekten.

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