Kickoff zum Masterstudiengang für grünen Wasserstoff aus Westafrika

24.01.2022

Mit dem "International Master Program in Energy and Green Hydrogen" (IMP-EGH) qualifizierendas Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen Studierende in Staaten Westafrikas für das Zukunftsthema "Grüner Wasserstoff". Nach demAuftakt im vergangenen Oktober in Niamey/Niger fiel jetzt in Jülich der offizielle Startschuss auf deutscher Seite.

  Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ im BMBF (Mitte), überreichte die Urkunden an RWTH-Rektor Prof. Ulrich Rüdiger (rechts) und den Jülicher Vorstandsvorsitzenden Prof. Wolfgang Marquardt. Urheberrecht: © © Forschungszentrum Jülich/Ralf-Uwe Limbach Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ im BMBF (Mitte), überreichte die Urkunden an RWTH-Rektor Prof. Ulrich Rüdiger (rechts) und den Jülicher Vorstandsvorsitzenden Prof. Wolfgang Marquardt.

Das Bundesforschungsministerium fördert das deutsch-afrikanische Masterprogramm im Rahmen des Energieforschungsprogramms "Innovationen für die Energiewende" zunächst bis 2025 mit acht Millionen Euro. Dr. Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ im BMBF, überreichte die Urkunden an RWTH-Rektor Prof. Ulrich Rüdiger und den Jülicher Vorstandsvorsitzenden Prof. Wolfgang Marquardt.

60 Studierende aus 15 Ländern Afrikas werden auf der Grundlage internationaler Standards und Best Practices ausgebildet. Jülich und die RWTH unterstützen im Rahmen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) bei der Lehre und der Betreuung der Studierenden über Online-Tools und durch Besuche in Afrika. Zudem werden die Studierenden ein Semester in Deutschland verbringen, um Praxiserfahrungen zu sammeln und ihre Abschlussarbeiten zu schreiben. Vier führende westafrikanische Universitäten sind an der Durchführung beteiligt: die Université Felix Houphouet Boigny (Elfenbeinküste), die Université de Lomé (Togo), die Université Cheikh Anta Diop de Dakar (Senegal) und die Université Abdou Moumouni de Niamey (Niger). Partner vor Ort ist das West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use, kurz WASCAL, in Accra (Ghana).

Westafrika hat enormes Potenzial, Sonnen- und Windenergie zu erzeugen und daraus Grünen Wasserstoff herzustellen – mehr als es für seinen eigenen Bedarf brauchen wird. Der Kontinent könnte künftig in großem Stil nachhaltigen Wasserstoff exportieren, also Wasserstoff, der mit regenerativer Energie gewonnen wird.

Der Lehrstuhl für Controlling der RWTH Aachen ist stolz Teil des Programms zu sein und leitet dabei den Track „Economics, Policies and Infrastructure“. Weitere Informationen sind auf der Website von WASCAL zu finden. Von der RWTH sind zudem die Lehrstühle / Institute für Decision Analysis ans Socio-Economic Development (Sandra Venghaus), für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (Oliver Lorz), für Energiesystemökonomik (Aaron Praktiknjo) und für Nachhaltigkeit im Bauwesen (Marcia Traverso) beteiligt.

 

Gruppenbild Bescheidübergabe